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Zwei Minuten – Spiel verloren

Eigenfehler häufen sich – Black Hawks unterliegen unglücklich gegen die Lindau Islanders

Einen weiteren Rückschlag mussten die Passauer Black Hawks am Freitag Abend gegen die Isländers aus Lindau hinnehmen.

Das Spiel hatte für die Niederbayern gut begonnen, denn bereits nach 52 Sekunden zappelte die Scheibe erstmals hinter Gäste-Keeper David Heckenberger im Tor. Patrick Beck hatte aus dem Gewühl heraus getroffen. Die Passauer spielten gefällig und kamen immer wieder gefährlich vor das Lindauer Gehäuse. Der entscheidende Schuß blieb jedoch oftmals aus, zu sehr verstrickten sich die „Habichte“ in Zweikämpfe. Es dauerte bis zu 15. Spielminute ehe der Passauer Neuzugang Jan Kana, nach seinem Treffer in Deggendorf, auch im eigenen Stadion jubeln zu dürfen. 2:0! – Die Gäste, angetrieben von Mark Heatley und Fredrik Widen wurden stärker, fühlten das sich die Passauer immer mehr zurückdrängen ließen. So war es dann in der 17.Spielminute als Dominik Ochmann erstmals den „Hammer“ auspackte und just in dem Moment abzog, als Daniel Willascheck nach seiner Zwei-Minuten Bankstrafe aufs Eis zurückkam. Bitter, denn Ritschel wurde die Sicht durch einen Lindauer Angreifer versperrt. Nur noch 2:1.

Im zweiten Drittel dann wieder eine Schwächeperiode der Passau, die die Scheibe nur noch sporadisch aus der eigenen Hälfte bewegen konnte, aber immer wieder gut verteidigten. Im Zentrum der Angriffsbemühungen war meist Clemens Ritschel, der mit glänzenden Paraden, die „Habichte“ vor dem Ausgleich bewahrte. Auf der Passauer Angriffsseite zauberte meist Jan Kana und Liam Blackburn, das Duo das sehr gut zu harmonieren scheint. Daneben war auch wieder, so wie beim Spiel in Deggendorf, Michael Franz immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor gefahren.

Gästetrainer Gerhard Puschkin war mit seinem Team am Ende sehr zufrieden             © SP4ORT.de

Maxímilian Huber tauchte plötzlich vor dem Kasten von Heckenberger auf, zielte aber knapp daneben. So blieb es bis zur 36. Spielminute spannende, doch dann war es Simon Klinger der Clemens Ritschel zum Ausgleich überwinden konnte und die „Hawks“ wachten auf. Angetrieben von Daniel König und immer wieder Kana und Blackburn öffneten die Möglichkeiten, die dann durch Michael Franz schon eine Minute nach dem Ausgleichstreffer umgesetzt wurde und wieder in die erneute Führung umwandelte. Mit einer 3:2 Führung für die Hawks gingen beide Teams in die zweite Drittelpause. 

Was dann aber im letzten Drittel passierte, war wieder einmal den Eigenfehlern geschuldet. Während man im Angriff fast schon sträflich mit den Möglichkeiten umgegangen war, musste das Kreuzer-Team den Ausgleich hinnehmen. Wieder war es Dominik Ochmann der fast von der „blauen Linie“ abermals abzog und mit deinen fulminanten Schlag-Schuss den Passauer Schlussmann ein weiteres Mal überwand. Nun spürten die Gäste ihre Chance und trafen die „Habichte“ am wunden Punkt. Nicht mal eine Minute später war es Mike Heatley der die Vollgummischeibe in die Maschen transportierte. Kreuzer versuchte mit einer „Auszeit“ sein Team auf die letzten Spielminuten einzustimmen, nahm Ritschel für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor.

Levin Vöst scheitert hier am Gäste Keeper Heckenberger © SP4ORT.de

Turbulente Schlußminuten in der Passauer EisArena folgten, jedoch konnten Geiger, der sich noch eine „Strafbank-Pause“ gönnte und Kollegen nicht mehr den entscheidenden Punch landen. So blieb es bei der 3:4 Heimniederlage, die Passaus Coach wurmte.

„Wir hätten zumindest einen Punkt verdient, aber so gehen wir erneut leer aus“ war dem Passauer Coach eine gewisse Resignation anzumerken. Zudem müssen die Hawks am Sonntag die Fahrt nach Memmingen ohne Daniel Willascheck antreten, der sich eine Knieverletzung zugezogen hat. Die Verletztenliste erweitert sich demnach nochmal und die Personaldecke wird immer dünner. Auf der Gegenseite freute sich Trainer Gehard Puschkin, der immer an „sein Team glaubte“. „Wir wollten hier in Passau, gegen eine gut eingestellte Mannschaft, unbedingt gewinnen, was uns am Ende auch gelang und so bin ich mehr als zufrieden“, zog der Lindauer Coach Bilanz.

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