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„White Wolves“ verlieren engagierten Kampf gegen Dachau Spurs

2. Basketball Regionalliga Herren Süd:  Wolves Passau unterliegen gegen Dachau Spurs 72:75

Ein erst in der Endphase heftiger Kampf am letzten Samstag in der städtischen Mehrfachhalle im Rahmen der 2. Basketball – Regionalliga Süd.

Henry Stamer avancierte zum besten Korbjäger Foto: SP4ORT.de

von Basketball-Passau

An den Dachau Spurs, bekannt für ihr konstant kantiges Spiel, bissen sich die White Wolves des TV Passau letztendlich doch die Zähne aus. Nach einer vor allem in der Offensive verkorksten ersten Halbzeit reichte es am Ende trotz eines überragend aufspielenden Henry Stamer und einer furiosen Aufholjagd im Schlussabschnitt nicht zu einem Sieg, der an diesem Tag durchaus drin gewesen wäre.

Dass die Passauer unter Coach Manuel Eggs wieder mit acht Spielern auskommen mussten, überraschte keinen, dass aber die Spurs unter Spielertrainer Igor Jurakic nur mit sieben Akteuren angereist waren, verwunderte schon. In den ersten fünf Spielminuten gleiche Spielanteile für beide Teams. In Minute sechs dann zwei Dreier der Gegner, man lief einem deutlichen Rückstand hinterher (4:12). Sieben Punkte von Henry Stamer brachten die Wolves wieder auf 11:12 heran, aber ein Lauf von 0:10 aus Passauer Sicht stellte den Viertelstand von 11:22 her, man gab das Heft aus der Hand. Passau hatte einige Möglichkeiten unglücklich danebengelegt, zu viel gefoult, war unkonzentriert und hatte zu unbedarft agiert.

 

Frano Bilandzija hält Ball und Gegner auf Abstand                    Foto: SP4ORT.de

 

Im zweiten Abschnitt setzte sich Dachau zu Beginn weiter ab (11:26 aus Sicht des TV), bevor In der 13. Minute Brian Morris ein Tipp In gelang. Zum Pech im Abschluss kam bei den Dreiflüssestädtern eine gewisse Schwere. Mitte des Viertels ein 13:31 – Rückstand. Frano Bilandzija bekam sein drittes Foul, die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Wann wachten die Wolves endlich auf? Vor allem die schlechte Rebound – Arbeit nach eigenen Fehlwürfen fiel auf. Je ein Dreier von Linus Krinninger und Lion Gorgas gaben Lichtblicke, der Halbzeitstand von 24:42 aus Passauer Sicht verhieß nichts Gutes (2. Viertel 13:20).

Brian Morris kurz vor einen seiner Treffer Foto: SP4ORT.de

Und vorerst machten die Einheimischen nach Wiederanpfiff da weiter, wo sie aufgehört hatten. Viel Unsicherheit und reihenweise verlegte Chancen, Dachau hatte in dieser Phase den Dirigentenstab in der Hand. Mitte des 3. Viertels ein 29:51, war das Match schon entschieden? Jurakic und Canalic machten die Wege für die Passauer Offensive dicht. Doch gegen Viertelende rührte sich ein Pflänzchen des Aufbäumens auf Seiten der Hausherren, sechs Stamer – Punkte und Zähler von Brian Morris und Lion Gorgas verkürzten und so ging das Viertel mit leichtem Vorsprung an Passau. Mit einem Rückstand von 39:56 kam die letzte Viertelpause (3.Viertel 15:14).

Vorerst plätscherte das Schlussviertel so dahin, wie das bisherige Spiel. Zwei Dreier vom jungen Linus Krinninger taten gut, Mitte des Viertels musste zu allem Übel Aufbau Julian Großmann foulbedingt vom Parkett (Minute 35, 49:65 aus Passauer Sicht). Aber nun passierte etwas, was die Fans so lieben. Ein rasanter Lauf der Wolves, die noch einmal alles in die Waagschale warfen und endlich einmal Glück im Abschluss hatten, stellte den bisherigen Spielverlauf völlig auf den Kopf. Ein 18:2 – Run der Hausherren verdutzte die Gäste und brachte sie aus der Bahn. Passau kämpfte plötzlich wie ausgewechselt, Spielwitz, Wille, Einsatz waren da und als Frano Bilandzija mit einem Tipp – In den 67:67 – Gleichstand markierte, stand die Halle Kopf. Brian Morris gelang noch das 69:69, aber zu einer Führung reichte es dann doch nicht mehr. Fünf Punkte vom eiskalt scorenden Dachauer Wester sorgten in der Crunchtime für den knappen 75:72 – Sieg der Spurs. Schade für die White Wolves, die in diesem Spiel viel zu spät realisiert hatten, welche Chancen sich zum Sieg geboten hätten (4. Viertel 33:19).

Fazit: Dass die Tv`ler in der Liga mithalten können und auch Siege gegen Dachau drin sind, wurde bewiesen. Allerdings muss die konstante Verteilung der Kräfte über die ganze Spielzeit besser werden. Das nächste Spiel ist kommendes Wochenende auswärts gegen Schwabing II. Da ist noch eine Rechnung offen, wurde doch letzte Saison gegen diesen Gegner das einzige Spiel vor dem Saisonabbruch deutlich verloren.

Spieler Passau: Henry Stamer 31, Brian Morris 12, Linus Krinninger 12, Lion Gorgas 9, Frano Bilandzija 8, Florent Llumnica, Andi Strujan, Julian Großmann.