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Olaf Schober krönt sich zum Doppel-Weltmeister

Krönung einer Laufkarriere:

Schober Olaf wird Doppel Weltmeister bei Berglauf WM
Berglauf Team des WSV Otterskirchen mit Spitzenergebnissen- Schoger und Kufner in der Spitze dabei


Die 20. Berglauf Masters Weltmeisterschaft, die nach 2014 bereits zum wiederholten Mal auf der Strecke. Des Schlickeralmlaufs in Telfes im Stubaital stattgefunden hat, ist am 04. September bei sehr warmen Herbstwetter erfolgreich über die Bühne gegangen. Es war wieder ein sportliches Großereignis für das gesamte Stubaital, 1000 Helfer waren im Einsatz um einen reibungslosen Ablauf der WM zu gewährleisten.

800 Bergläufer aus der ganzen Welt waren angereist um die Berglaufweltmeister Ihrer Altersklassen zu ermitteln; Athleten aus Japan, Amerika, Irland, England, Rumänien, Österreich und Deutschland stellten zahlmäßig die Größten Teams.

Die 20. Berglauf Masters Weltmeisterschaft wird nicht nur wegen der hervorragenden Kulisse
Der Dolomiten Nordtirols in die Geschichte des Berglaufs eingehen, sondern auch wegen einer mustergültigen Organisation mit einer atemberaubenden Strecke. Nach dem Start im Wintersportort Telfes zeigte die Strecke den Teilnehmern bereits frühzeitig was Sie an diesem
Tag erwartet. Auf einem steilen Wald und Wiesengelände ging es aus dem Ort hinaus und die Strecke führte in der prallen Sonne dann zu einem langen und schwierigen Anstieg zur Mittelstation Froneben. Danach führte der herrlich angelegte Weg über steile Almflächen und durch Latschenwälder Richtung Ziel am Kreuzjoch. Vor dem Ziel mussten die Athleten noch unzählige Serpentinen im felsigen Gelände bezwingen. Die schwere Weltmeisterstrecke überwand auf gut 11 Kilometer 1200 Höhenmeter, damit gilt die Strecke sicherlich als eine der ganz schweren Berglaufstrecken. Auf dem Gipfel- Plateau wurden die Bergläufer dann aber mit einem unvergesslichen Ausblick auf Dolomiten Nordtirols entschädigt. Hunderte von
Zuschauern und Athleten feierten ein wahres Fest des Berglaufes, natürlich unter Einhaltung der strengen Hygiene Vorschriften, ein Zugang zum Wettkampf Geschehen war nur im Rahmen der 3 G-Regel möglich. Der Veranstalter betrieb einen großen Aufwand, dass an alle Eingängen nur Geimpfte, Genesene oder Geteste Zugang hatten.

Unter den 800 Teilnehmern aus 20 Nationen war auch ein Trio vom WSV Otterskirchen, Olaf Schober (49 Jahre), Konrad Kufner (45 Jahre) und Michael Schoger (41 Jahre) hatten die gut vierstündige Anreise auf sich genommen. Bereits seit dem Frühjahr hatte sich das Trio intensiv auf Bergläufe vorbereitet. Insbesondere Olaf Schober war bereits im Vorfeld als ein Favorit gehandelt worden, der Doppel Europameister wollte seiner beeindruckenden Laufkarriere endlich die letzte Krone aufsetzen: ein Weltmeister-Titel zur Krönung seiner Sport Karriere. Im Vorfeld hatte Schober bereits den ganzen Fokus auf diese Event gelegt, die Corona
Pandemie war in der Vorbereitung eine große Belastung, weil ja viel Vorbereitungswettkämpfe nicht stattfanden bzw. nicht planbar waren. Seit Monaten war der Läufe bereits in einer herausragenden Form, alle Wettkämpfe zur Vorbereitung auf die WM dominierte er, auch
Bei den Heimattrails am Brotjacklriegel oder an der Rusel hatte die deutlich jüngere Konkurrenz keine Chance. Der Altmeister dominierte das Geschehen am Berg nach Belieben und gewann immer mit großen Vorsprung.
Am Renntag sollte dann der Aufwand den Schober über das ganze Jahr betrieben hatte „Aufgehen“, bereits kurz nach dem Start setzte der sich vom Feld ab, die Läufer aus Rumänien und Italien waren sichtlich geschockt über dieses forsche Anlaufen. Olaf fühlte sich sehr gut und konnte seinen Vorsprung im steilen und felsigen Gelände ausbauen. Eine schlechte Streckenmarkierung wäre Ihm fast noch zum Verhängnis geworden, er bog in den falschen Weg ab; glücklicherweise sah er noch ein Absperrband und korrigierte den Fehler umgehend.
Am letzten Anstieg zum Ziel lief er dann durch die hunderte Zuschauer zum steilen Gipfelplateau am Kreuzjoch: Olaf Schober war am Ziel: er wird Weltmeister in der M45 und deklassiert die Konkurrenz um fast 5 Minuten, in der hervorragenden Zeit von 1 Stunde und 3 Minuten gewinnt er. Im Ziel wird auch dann der bescheidene und sympathische Sportler von den Emotionen überwältigt, er begreift, dass er es tatsächlich geschafft hat.

 


Vom Tal in einer guten Stunde zum Ziel auf über 2000 Meter Höhe, er sportliche Höchstleistung war vollbracht und das noch in einer Spitzenzeit. Nach vielen nationalen Erfolgen im Skilanglauf, Radsport kann er jetzt auch im Berglauf seinen größten Triumph feiern und wird Weltmeister.
Nach dem die ersten Live Ergebnisse eintreffen ist klar, dass Schober auch noch eine 2. Goldmedaille gewinnt: mit der Deutschen Mannschaft wird Schober auch noch Weltmeister. Die überragende Laufzeit von dem Tittlinger bildet die Grundlage für den Team Erfolg. Bereits kurz nach dem Zieleinlauf erreichten Schober die ersten Glückwünsche aus der Heimat, viele Freunde und die Familie hatten die Ereignisse im Stubaital live im Internet mitverfolgt, teilweise fand sogar eine Fernseh Liveübertragung statt. Überwältigt von der Anteilnahme an diesem großen Erfolg galten seine ersten Anrufe der Familie, die zu Hause mitgefiebert hat.
Sein Vereinskamerad Konrad Kufner läuft dann als 13. Ins Ziel und zählt zu den ersten Gratulanten, mit einer Zeit von 1 Stunde und 13 Minuten kann Kufner nach einer längeren Verletzung einen sehr guten Einstand feiern. Die steile und schwere Strecke hatte auch dem Rudertinger Alles abverlangt, in einem kontrollierten Rennen konnte er vor allem am Schluss noch seine Laufqualitäten ausspielen.
Der dritte im Bunde Michael Schoger aus Deggendorf, der ebenfalls für den WSV Otterskirchen läuft konnte mit einer Zeit von 1 Stunde und 11 Minuten in der M 40 den hervorragenden 13. Platz erringen. Auch er war mit dem Abschneiden bei seiner ersten Weltmeisterschaft sichtlich zufrieden. Der frühere Mountainbiker hat eine beeindruckende Karriere im Berglauf gestartet und dürfte die nächsten Jahre noch für Furore sorgen. Über die tollen Erfolge freute sich auch der Laufchef des WSV Otterskirchen Bauer Thomas, der beglückwünschte seinen Doppelweltmeister!
Zu dieser beeindruckenden Leistung. Viele Jahre hatte der WSV Otterskirchen auf so einen Erfolg warten müssen, jetzt endlich hat der Verein wieder einen Weltmeister, sogar einen „Doppelten“.