Maximilian Entholzner (LAC Passau) verteidigt seinen Weitsprungtitel in der Halle

Maximilian Entholzner mit einem lachenden und einem weinenden Auge Deutscher Meister 

Er kam, sah und siegte. Maximilian Entholzner (LAC Passau) war bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften im Weitsprung Titelverteidiger und als Jahresbester Favorit. 2020 hatte er beide Titel gewonnen, in der Halle und in der Freiluftsaison.

Der Meistersprung von Maximilian Entholzner                                                                             Foto: Kiefner

Für Dortmund sagten dann noch die beiden Hauptkonkurrenten Vize-Europameister Fabian Heinle (VfB Stuttgart) und der vielfache Deutsche Meister Julian Howard (LG Region Karlsruhe) verletzungsbedingt ab. Mit zwei Sprüngen auf 7,85 Meter im dritten und sechsten Versuch wurde der Top-Athlet des LAC Passau seiner Favoritenrolle souverän gerecht, freute sich über seinen dritten Deutschen Meistertitel in Folge.

Maximilian Entholzner in Siegerpose Foto: Kiefner

Das Siegerpodest war fest in niederbayerischer Hand. Simon Batz, der noch der Jugendklasse angehörende Weitspringer von der LG Landkreis Kehlheim, gewann sensationell Silber. Er steigert sich um dreizehn Zentimeter auf erstklassige 7,73 Meter. Bronze ging mit 7,70 Metern an Gianluca Puglisi (Königsteiner LV). Trotz Titelverteidigung war Maximilian Entholzner etwas enttäuscht von seinem Auftritt in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle. In Barcelona sprang der 26-Jährige vor zwei Wochen Hallen-Bestweite mit 7,97 Metern. „Mein Ziel war, die acht Meter endlich zu springen und die Norm für die Hallen-EM anzugreifen. Das ist mir leider nicht geglückt“, kommentierte er seine Leistung kritisch gegenüber den Medien. „Ich habe noch viel Potential in der Technik. Mit dem jetzt verkürzten Anlauf funktioniert es auch besser. Heute hat es im ersten und vierten, jeweils ungültigen Versuch schon gut geklappt. Das tolle Gefühl, als es mich rauskatapultiert wie in Barcelona, hatte ich aber nicht.“  Aufgrund der aktuell gültigen Reiseregeln durfte sich der LAC-Athlet nur 72 Stunden in Deutschland aufhalten und musste umgehend an seinen Studienort Madrid zurückfliegen. Andernfalls hätte die Quarantäne gedroht. In Madrid bietet sich Maximilian Entholzner die letzte Chance, die EM-Norm von 8,05 Metern zu springen. Dort tritt er am 24. Februar bei der Word Athletics Indoor Tour gegen hochklassige internationale Konkurrenz an. Am Tag darauf nominiert der DLV sein Termin für Torun (Polen). Sollte es in Madrid nicht klappen, bliebe noch die Möglichkeit, über die Bestleistung von 7,97 Metern in das sechszehnköpfige Starterfeld hineinzurutschen. Das dürfte jedoch nicht einfach werden, da dafür die Weiten von 2019 und 2020 Berücksichtigung finden.

Bitter – Gabriel Wiertz musste mit einer Oberschenkelverletzung aufgeben Foto: KIefner

Gabriel Wiertz der für TUS Pfarrkirchen an den Start gegangen war, verletzte sich und schied vorzeitig aus. Wiertz, der in Passau Lehramt Grundschule studiert und in Passau beste Trainingsvoraussetzungen findet hatte schon im Vorfeld der DM immer wieder Beschwerden und musste schon nach dem ersten Versuch die Segel streichen. Extrem bitter, das ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt seine Verletzung wieder aufbrach.

 

 

 

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