Die Handballer des TV Passau mit der Personaljonglage

Aufsteiger aus der Drei-Flüsse-Stadt rangiert derzeit auf Rang 5

Als Aufsteiger in die Handball-Bezirksliga liegen die Passauer Handballer, vier Spieltage vor Saisonende, auf Rang 5 und spielen hier eine sehr gute Rolle. Nach 14 von 20 Spielen stehen die Schauf-Schützlinge mit ausgeglichenen Punktekonto auf einen sicher scheinenden Mittelplatz.

Sie hören auf ihren Coach – Die Passauer Handballer lieferten bisher eine gute Saison ab, allerdings kam mit dem Corona-Virus das „Aus“ bzw. eine Saisonverschiebung, die der Verband nun regeln muss – © SP4ORT.de | Robert Geisler

Jedoch kann sich das sehr schnell ändern, denn mit einer eingespielten Mannschaft können die Drei-Flüsse-Städter eher selten auflaufen. Der Grund ist schnell gefunden, denn die Truppe besteht hauptsächlich aus Studenten die in Passau studieren und auch, speziell in den Semsterferien, abwesend sind. Der Vorteil eines regelmäßigen Spielbetriebes ist der ausgelichene und mit über 20 Mann sehr große Spielerkader.
Mit einem Spiel weniger auf dem Rücken wollen die Freisinger in Passau was holen und sich somit bis auf zwei Punkte an die Dreiflüssestädter herantasten. Die Passauer wollen dagegenhalten und die gute Ausgangsposition vor dem Spiel beim SV Wacker Burghausen II, eine Woche später, noch um ein Stück verbessern. Wenn bei beiden nächsten Spielen weitere Punkte auf das Konto kommen sollten, könnte man sogar noch einen oder zwei Plätze nach vorne schielen. Jedoch ist das Schlußprogramm beim Tabellenführer und designierten Meister in Manching am letzten Spieltag nicht mehr zu bewerten. Am 29.3. stellt sich zum letzten Heimspieltag der bisherige Tabellenzweite vor.

SP4ORT hat vor der kommenden Aufgabe gegen den Tabellensiebten HSG Freising-Neufahrn II, der am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Passauer Mehrfachturnhalle aufkreuzt mit Spielertrainer Julius Schauf (Bild) gesprochen.

SP4ORT.de: Zur Zeit habt ihr ja mächtig oft wechselndes Personal auf dem Parkett und nun auch noch zwei Abgänge (Bojan Nr.6 und Jakob Nr. 11).
Julius Schauf: Ja da hast du Recht. Das Personal wechselt immer wieder. Da kommt einiges zusammen: Bei den Studenten haben die einen gerade Klausurenphase und müssen lernen und die anderen haben schon Semesterferien und sind zu Besuch in der Heimat. Außerdem hatten wir zwei längere krankheitsbedingte Ausfälle. Dazu kommt noch eine Verletzung und immer mal wieder hat jemand einen anderen Termin (Geburtstag etc.) und schon hat man pro Spiel 5 Spieler oder mehr, die nicht auflaufen können.
Man muss aber auch sagen, dass wir einen beständigen Kern haben, der bei jedem Spiel da ist. Neben Jakob und mir sind Bojan, Flo, Alex, Aaron und Max sowie Marius im Tor (fast) bei jedem Spiel dabei gewesen.

SP4ORT.de: Abgänge während der Saison schmerzen
Julius Schauf: Das bringt uns zu Jakob und Bojan. Die beiden werden uns natürlich fehlen. Sie sind fast immer dabei, herausragend in die Mannschaft integriert und starke Handballer. Insbesondere Jakob bringt die besprochene Taktik super auf das Feld und weiß es, die Mannschaft im Angriff zu dirigieren und anzutreiben. Beide Spieler stehen auch in der Abwehr stark und bieten so einen sicheren Rückhalt. Hinzu kommt, dass beide nominell auf Rückraum Mitte spielen, auch wenn Bojan bei uns vermehrt auf Halb eingesetzt wurde. Das heißt, uns fallen auch noch zwei Spieler auf derselben Position weg. Aber die beständigen Abgänge sind eben Teil unseres Teams. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Auch den Abgang von Jakob und Bojan werden wir also verkraften, so schade es auch ist. Wir haben mit Peter Kersting einen extrem vielseitigen Rückraumspieler hinzu gewonnen und mit Benny Heurich und Gerritt Rürup haben wir noch zwei Spieler, die bisher nicht im Einsatz waren, uns aber in der Schlussphase der Saison hoffentlich helfen werden. Und mit Manu haben wir natürlich einen weiteren super Spieler auf Rückraum Mitte.

SP4ORT.de: Was ist mit Matze Thummet und Manuel Schwarz
Julius Schauf: Ja bei Matze (Matthias Thummet) ist das einfach eine studiumsbedingte Sache. Während des Examens hat er – was ich voll verstehe – wenig Zeit für Training und vor allem keine Lust, das Risiko einer Verletzung einzugehen. Das geht vorbei, er ist nun fertig und steht hoffentlich bald wieder auf der Platte.
Manuel Schwarz hatte ein überragendes Spiel in Moosburg und wir hatten natürlich gehofft, dass er gegen Indersdorf an diese Leistung anknüpfen kann. Leider hat er sich dann im Training am Sprunggelenk verletzt und musste pausieren. Das ist natürlich bitter, aber es ist gottseidank nicht so schlimm und er wird schon bald wieder dabei sein.

 

Alexander Heberlein hebt ab und wuchtet das kleine Spielgerät ins gegnerische Tor    © SP4ORT.de | Robert Geisler

 

SP4ORT.de: Alex Heberlein trifft nicht mehr?
Julius Schauf: Alex ist einer unserer konstantesten Torschützen. Noch gegen Landshut hat er 5 Tore beigesteuert. Nun 3 Tore aus 2 Spielen. Das sieht natürlich auf den ersten Blick nach einem Leistungsknick aus. Aber man übersieht dabei schnell ein paar Dinge: Erstens kann man ein gutes Spiel gerade im Rückraum auch machen, wenn man nicht viele Tore wirft, sondern vielleicht lieber zwei Gegenspieler auf sich zieht und dann zum besser postierten Mitspieler passt. Das haben wir viel geübt und Alex hat das gut umgesetzt, auch wenn das natürlich zu weniger Toren beim einzelnen führt. Außerdem gibt es halt Spiele, da wirft sich so ein Halblinker richtig schön warum und hat dann 5, 6 oder 10 Tore auf dem Konto. Und in anderen Spielen läuft es mal aus verschiedenen Gründen nicht so. In den letzten beiden Partien kam da einiges zusammen. So hat Alex gegen Moosburg wenig auf Halblinks gespielt, weil dort Manu viel Einsatzzeit bekommen hat. Und gegen Indersdorf wurde er von den gegnerischen Abwehrspielern richtig hart rangenommen. Indersdorf hat eine harte Abwehr gespielt und Alex strahlt mit seiner Größe natürlich eine Gefahr aus und wird dann häufiger attackiert. Wie aggressiv die Indersdorfer auf Alex rausgegangen sind, sieht man auf den Bildern sehr gut. Aggressiv ist dabei kein Vorwurf gegen Indersdorf, sondern im Gegenteil anerkennend gemeind. Die waren gegen unseren Rückraum einfach stark. Wenn beim Wurf auf 10 Metern ein Gegenspieler richtig an dir dran ist, dann setzt du den Ball eben nicht mehr präzise aufs Tor. Das geht jedem so. Alles in allem mache ich mir da also keine Sorgen. Es ist kein Leistungsknick zu erkennen, sondern Alex hat sich – wie alle übrigens – über den Verlauf der Saison sehr verbessert.

SP4ORT.de: Schön das sich der Felix Krebswieder so reinhaut.
Julius Schauf: Ja, Felix hatte ein klasse Spiel gegen Indersdorf. Er hatte viele Chancen und hat super getroffen. Das sollte und wird ihn hoffentlich in den kommenden Spielen antreiben. Das ist gar nicht so einfach, wenn du auf Außen nicht viele Bälle bekommst, diejenigen die du bekommst dann mit kühlem Kopf zu verwandeln. Aber Felix ist ein super agiler Außen mit einem guten Wurf und guter Abwehrarbeit und es ist wichtig, ihn dabei zu haben.

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