Susanne Apfel und Martin Sommer holen 5 Medaillen

Apfel und Sommer triumphieren bei den ECSG in Arnheim
4x Gold und 1x Silber bei Betriebssport-EM

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Die European Company Sport Games fanden dieses Jahr in Arnheim statt. 45 Jahre nach der Erstaustragung in Eindhoven kehren sie wieder nach Niederlande zurück. Dieses Event ist quasi eine Europameisterschaft für Betriebssportler. 21 verschiedene Sportarten, von Athletik bis Volleyball, standen auf dem Programm, dem sich insgesamt knapp 4000 Sportler aus vielen Ländern Europas stellten.

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Susanne Apfel und Martin Sommer mischten auch gehörig mit in der Disziplin Radfahren, Apfel zusätzlich noch beim Laufen. Eine grandiose Eröffnungsfeier läutete das Mega-Event am Vorabend ein. Am Donnerstag stand für die beiden RSV 1895 Passau-Athleten, die diesmal aber für ihre Firmen am Start waren, Apfel für ihre Fa. Tunnelratte, Sommer für die ZF, das Einzelzeitfahren auf dem Programm. Eine 10 Kilometer lange, flache Strecke, aber mit vielen engen Wendungen, und natürlich musste man immer mit dem Wind kämpfen. Erschwerend dazu kam noch eine 600 m lange Kopfsteinpflaster-Passage. Auch wurden keine Zeitfahrräder erlaubt, also der Kampf gegen die Uhr auf dem normalen Rennrad.
Martin Sommer liegt das aber, er kann lange Zeit im Flachen hohes Tempo bolzen, und so startete er hochmotiviert in die Runde. Nach 13:07 min blieb die Uhr stehen, somit Platz 1 für den Passauer in seiner AK, mit 28 Sekunden Vorsprung vor dem Frankfurter Volker Dziondziak, offiziell mit 45,6 km/h im Schnitt.
Dass auch Susanne Apfel sehr gut Zeitfahren kann, bewies die Duathlon-Weltmeisterin schon mehrfach. Nach offiziellen 16:08 min und einem 37er Schnitt errang auch die Gold in ihrer AK.
Am nächsten Tag folgte das Straßenrennen. Auf einer verkürzten Runde von 3,8 km musste diese 12 x befahren werden, also knappe 47 km, aber auch wieder mit der Pflasterpassage.
Erst waren die Männer dran, ca. 50 Rennfahrer hatten gemeldet. Sommers AK Ü50, musste gemeinsam mit den U30 starten. Also ein hartes Rennen für die „alten Hasen“. Und in jeder Runde wurde auf der Pflaster-Passage attackiert. Doch der Passauer hatte gute Beine, und ließ sich nicht abschütteln. Aber auch sein härtester Gegner, Volker Dziondziak, konnte immer folgen. Von Runde zu Runde verkleinerte sich die Gruppe, am Ende blieben ca. 15 übrig, und so kam es zum Endspurt dieser Gruppe. Dieses Mal konnte sich aber der Frankfurter durchsetzten, Sommer wurde durch Überrundete leicht behindert, und musste sich so nach 1:12:07 Std mit Silber begnügen.

Danach starteten alle Damen gemeinsam in einem Block.

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Susanne Apfel musste sich also auch gegen die jungen Frauen wehren. Unbeeindruckt fuhr sie aber immer mit der Spitze mit. Auch hier verringerte sich im Verlauf des Rennens das Feld. Es wurde auch sehr taktisch gefahren, keine wollte Führungsarbeit verrichten. Apfel versuchte sogar mehrmals auszureißen, doch dazu fehlte dann doch die richtige Begleitung. Und so kam es auch hier zum Endspurt der Spitzengruppe. Die Pfarrkirchnerin erkämpfte sich hier den 8. Platz, in ihrer Altersklasse bedeutete das somit wieder Gold.
Die Duathletin hatte auch für verschiedene Laufdisziplinen gemeldet, aber die Startzeiten kollidierten größtenteils mit den Radbewerben. So blieb ihr als einzige Möglichkeit hier der 1500 m Lauf. Genau 2 Std nach ihrem Straßenrennen ging sie auf die Laufbahn. Dazwischen eine 40- minütige Autofahrt zwischen den beiden Wettkampfstätten, also die Vorbereitung alles andere als gut. Auch das Training war in den letzten Wochen auf Grund einer Verletzung nicht gerade optimal, deshalb verzichtete sie auch, mit den Spikes zu laufen. Doch Susanne ist eine Kämpferin. Taktisch klug war der Plan, einfach nur mal die 5 Konkurrentinnen im Auge haltend, mitzulaufen. Doch gleich vom Start weg ging die Post ab, die ersten 100 m hohes Tempo, setzte sie sich zusammen mit Monika Togler vom Feld ab. Die Hamburgerin machte Tempo, nicht zu schnell für Apfel, sie folgte ihr auf den Fersen. 3 Runden lang, dann setzte die Athletin, sonst bei Läufen für die SVG Ruhstorf startend, 250 m vor dem Ziel zum Sprint an und ließ ihre Gegnerin fast stehen. Nach 6:35 min lief sie als Erste mit 13 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Goldmedaille Nummer drei, eine optimale Ausbeute.