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Rote Raben suchen Gespräch mit Behörden

Auch gegen Wiesbaden keine Fans: Rote Raben suchen das Gespräch mit den Behörden

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Foto: Hermann Boxleitner

von Michael Stolzenberg

Wegen der Verlängerung der bayerischen Corona-Schutzmaßnahmenverordnung bis zum 9. Februar sind im Freistaat bei großen überregionalen Sportveranstaltungen vom Grundsatz her auch weiterhin keine Fans zugelassen. André Wehnert, Geschäftsführer der Roten Raben, betont: „Selbstverständlich akzeptieren wir diese Entscheidung der politischen Verantwortungsträger und wollen unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung in der Pandemie gerecht werden.“

Gleichwohl enthält das Regelwerk eine Formulierung, die doch die Möglichkeit eröffnen kann, eine kleine Zahl von Zuschauern zuzulassen. Denn als „groß“ gilt laut Staatsregierung eine Sportveranstaltung, wenn zu ihr – unter den Maßgaben der aktuellen Infektionsschutzverordnung – „regelmäßig nach der Kapazität der Sportstätte mehr als 500 Zuschauer kommen könnten“. Und hier wird es interessant für die Roten Raben: Die besagte Verordnung definiert nämlich eine Maximalauslastung von 25 Prozent, was für Vilsbiburg bedeutet: Wenn für die Ballsporthalle (Kapazität: 2.000 Plätze) eine Auslastung von höchstens 25 Prozent gilt, können gar nicht mehr als 500 Fans kommen.

Heimspiele der Roten Raben fallen so gesehen nicht unter die Kategorie „große überregionale Sportveranstaltungen“. Auf Grundlage dieser Definition konnten zuletzt mit NawaRo Straubing (Frauen) und dem TSV Haching München (Männer) schon zwei bayerische Teams in der Volleyball Bundesliga jeweils bis zu 300 Zuschauer zu ihren Heimspielen zulassen.

Wie André Wehnert mitteilt, „würden wir die Möglichkeit, unter klar definierten Voraussetzungen eine überschaubare Anzahl an Fans zuzulassen, ebenfalls gerne nutzen“. Noch im alten Jahr haben die Roten Raben deshalb eine entsprechende Anfrage an das Landratsamt Landshut gestellt, allerdings bis dato keine Antwort erhalten. Das Heimspiel am kommenden Samstag gegen den VC Wiesbaden wird nach Lage der Dinge deshalb als weiteres Geisterspiel über die Bühne gehen müssen.

Die Raben bleiben jedoch im Sinne ihrer Fans am Ball und bemühen sich weiterhin um eine Lösung. „Wir suchen“, so der Geschäftsführer, „anhaltend das Gespräch mit den Behörden und hoffen, dass wir – wenn die Corona-Lage insgesamt es ermöglicht – beim darauffolgenden Heimspiel in zwei Wochen gegen den SSC Palmberg Schwerin nicht erneut vor völlig leeren Rängen spielen müssen.“

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