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Viermal Gold für Laura Eisenreich, Franziska Drexler, Änne Rothe und Marco Voggenreiter

LAC Passau dominiert die Bayerischen Jugend-Meisterschaften über die Hindernisse

v.l. Emma Lindner (LG Bamberg) Franziska Drexler und Elina Dressel (beide LAC Passau)

 

Achtmal Gold wurde in den Jugendklassen bei den Bayerischen Meisterschaften über die Hindernisse vergeben. Die Hälfte der Meistertitel heimsten die Athletinnen und Athleten des LAC Passau ein. Lauras Eisenreich, Franziska Drexler, Änne Rothe und Marco Voggenreiter erkämpften sich Gold, Maximilian Spielbauer wurde Bayerischer Vizemeister, Elina Dressel eroberte Bronze. Und das sollte es nicht gewesen sein. Laura Eisenreich und Franziska Drexler krönten ihre Siege mit einem Bayerischen Rekord.

Franziska Drexler (LAC Passau)                             © Claus Habermann

Einen Lauf der Extraklasse zeigte Franziska Drexler über die 1.500 Meter Hindernis in der W 15. In fantastischen 4:53,32 Minuten bewältigte sie die zwölf Hindernisse und drei Wassergräben auf dem Weg zum Sieg. Sie demonstrierte eine feine Hindernistechnik, den 3,60 Meter langen Wassergraben überquerte sie problemlos. Sie toppte nicht nur ihren vor acht Wochen aufgestellte eigenen Bayerische Rekord von 5:17,84 Minuten mehr als deutlich. Sie blieb mit ihrer Zeit nur fünf Sekunden über dem Deutschen Rekord von Jolanda Kallabis (TG Stockach, 4:48,08 min). Im gleichen Rennen bestätigte Elina Dressel in ihrem ersten Hindernisrennen hinter Emma Linder (LG Bamberg, 5:04,20 min) mit Bronze ihre klasse Form in 5:09,87 Minuten. Das hätte 2020 noch für den vierten Platz in der Deutschen Bestenliste gereicht. Achte wurde Pauline Lorenz in 5:28,93 Minuten. Sie steigerte ihre Bestzeit um 18 Sekunden, unterbot die Norm für den U16-DM (5:35,00 min) ebenfalls noch deutlich.

Laura Eisenreich (LAC Passau) © Claus Habermann

Mitfavoritin auf den Titel war Laura Eisenreich, die Zwölfte der letztjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften, über die 2.000 Meter Hindernis in der U18 allemal. Doch mit einer Zeit von 7:01,26 Minuten hatte niemand gerechnet, auch sie selbst nicht. Nach zwei Runden nahm sie das Heft in die Hand, drückte unaufhörlich auf das Tempo. Mit großem Vorsprung gewann sie vor Tina Klement (LG Fichtelgebirge, 7:13,84 min), distanzierte auch die Beste der U20 um 18 Sekunden. Stark über die Hindernisse und am Wassergraben sorgte sie für den zweiten Bayerischen Rekord. Um eineinhalb Sekunden unterbot sie Cornelia Griesches Rekord (DJK Ingolstadt), die 2010 7:02,67 Minuten gerannt war.

Elina Dressel (LAC Passau) © Claus Habermann

Ebenfalls in ihrem ersten Hindernisrennen lief die noch dreizehnjährige Änne Rothe (W14) in 5:19,58 Minuten zum Bayerischen Meistertitel. Klug teilte sie sich das Rennen eingeteilt, stürmte am letzten Wassergraben an der Führenden Leni Hanselmann (DJK Ingolstadt, 5:19,88 min) vorbei und rette drei Zehntel Vorsprung in das Ziel. In der gleichen Altersklasse sorgte Marco Voggenreiter für Meistertitel Nummer vier (5:08,54 min). Er wählte eine andere Taktik, setzte sich vom Start weg an die Spitze und gab diese Position bis zum Ziel nicht mehr ab. In der letzten Runde nahm er dem Zeiten Felix Adam (MTV Ingolstadt, 5:15,00 min) sechs Sekunden ab. Über die 2.000 Meter Hindernis der U18 war Maximilian Spielbauer einer der Pechvögel, verursacht durch ein Versagen des Veranstalters.

Marco Voggenreiter (LAC Passau) © Claus Habermann

Das Hindernis am Wassergraben hatte nicht die richtige Höhe von 84,0 Zentimetern, sondern auf einer Seite von 91,4 Zentimetern (U20). Das Rennen wurde nach 700 Metern abgebrochen. Völlig entgeistert standen die Läufer auf der Tartanbahn. Nach einer halben Stunde wurden die Athleten erneut an die Startlinie gebeten. Maximilian Spielbauer, vor zwei Wochen in 6:28,41 Minuten zur DM-Norm gerannt, holte sich die Silber in 6:37,32 Minuten hinter Moritz Mühlpointner (LG Stadtwerke München, 6:22,97 min).