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Rote Raben sind heiß auf die Playoffs

 Raben wittern im Viertelfinale gegen Potsdam ihre Chance

Playoff-Fieber im RabenNest! Nach einer guten Hauptrunde, die sie auf Platz 5 abgeschlossen haben, gehen die Schützlinge von Cheftrainer Florian Völker voller Tatendrang in die schönste und sportlich wichtigste Zeit des Jahres.

Foto: Hermann Boxleitner

Gegner im Viertelfinale ist der SC Potsdam, der nach seinem Abschneiden in der regulären Saison (Tabellenvierter mit sieben Zählern Vorsprung auf Vilsbiburg) als leichter Favorit in die Serie geht. Doch in den Playoffs starten alle Mannschaften bei Null, die Karten werden neu gemischt. Wer zwei von maximal drei Spielen gewinnt, zieht ins Halbfinale ein. Spiel eins steigt am Mittwoch ab 18 Uhr in der Ballsporthalle; Sport1 überträgt live.

Wenn man im Vorfeld mit Florian Völker spricht, spürt man die Vorfreude und die positive Anspannung, die ihn und das Team umweht. „Wir sind heiß, und Potsdam wird auch heiß sein“, sagt der Raben-Coach. „Ich erwarte ein offenes Spiel und sehe absolut unsere Chance – aber auch die Qualitäten des Gegners.“

Mit diesen haben die Roten Raben in dieser Saison schon dreimal Bekanntschaft gemacht. In der Liga gewann jeweils das Auswärtsteam (Vilsbiburg im Dezember sehr überzeugend 3:1 in Potsdam, zuletzt vor anderthalb Wochen der SCP knapp mit 3:2 in der Ballsporthalle), im Pokal setzten sich die Brandenburgerinnen auf neutralem Boden in Stuttgart mit 3:0 durch, wobei die Raben in jedem Satz mindestens 20 Punkte holten.

Brittany Abercrombie auf Diagonal, die Außenangreiferinnen Lindsey Ruddins, Laura Emonts und Vanessa Agbortabi, aber auch die Mittelblockerinnen Kelsey Veltman und Symone Speech haben großes, teilweise außerordentliches Potential, ebenso Libera Aleksandra Jegdic sowie die nachverpflichtete Zuspielerin Jennifer Nogueras. 3:0- Heimsiege gegen das Top-Duo Dresden und Stuttgart unterstreichen die Klasse der Potsdamerinnen, die zudem mit dem Erreichen des Pokal-Endspiels aufhorchen ließen.

Auf der anderen Seite haben die Roten Raben im Laufe der Saison durch viele starke Auftritte richtig Selbstvertrauen getankt. An Teamspirit und Kampfgeist lassen sie sich ohnehin nie übertreffen, mit der optimalen Tagesform und dem nötigen Matchglück ist ihnen nun in den Playoffs einiges zuzutrauen.

Dass zuletzt gegen Dresden Alexis Hart als Diagonalangreiferin deutlich auf sich aufmerksam machte, gibt dem Trainer auf dieser Schlüsselposition neben Luisa Keller eine belastbare zweite Option. Wer von beiden im Viertelfinale welche Spielanteile bekommt, wird man sehen. „Alexis und Luisa sind unterschiedliche Typen“, so Völker, „ich denke, dass wir sie in dieser Serie beide brauchen werden.“ Bei der zuletzt wegen einer Bänderverletzung fehlenden Alexis Conaway verläuft die Genesung gut, zumindest ein kurzer Einsatz könnte schon im ersten Viertelfinale möglich sein.

Nach dem Auftakt in Vilsbiburg wird die Serie in Potsdam fortgesetzt und entschieden. Spiel zwei findet am Samstag, 14 Uhr, in der MBS-Arena statt; sollte es dann 1:1 nach Siegen stehen, muss tags darauf (Sonntag, 16.30 Uhr) im ultimativen Spiel drei geklärt werden, wer den Sprung ins Halbfinale schafft.

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