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Race Around Austria zur Vuelta a España

Tobias Bayer startet seine erste Grand-Tour

Er darf sich zu dem elitären Kreis an Oberösterreichern zählen, die im Radsport den Sprung in ein Pro Continental Team geschafft haben.

Tobias  Bayer

Der Startpunkt seiner Karriere erfolgte beim Race Around Austria, das gestern in die 13. Auflage gegangen ist. Die Rede ist vom 21-jährigen Tobias Bayer, Profi beim belgischen Team Alpecin-Fenix und Teamkollege von Mathieu van der Poel. Am Samstag startet er in seine erste Grand-Tour, der La Vuelta.

Nach seinem gelungenen Auftritt beim Giro d’Italia U-23 letzten Jahres, wo er mehrmals Top Ten Platzierungen einfuhren konnte, wurde das Interesse über die Bundeslandgrenze hinaus am Oberösterreicher geweckt. Der Auslandssprung verschafft dem Alpecin-Fenix Fahrer nun das nächste Karrierehighlight: Die Teilnahme bei der Vuelta a España, die am 14. August beginnt. Zur Vorbereitung auf die Premiere bei der dreiwöchigen Grand Tour fuhr das Jung-Talent aus Straß im Attergau bei der Burgos-Rundfahrt Anfang August, wo er bei der Bergetappe groß aufzeigte, sich unter allen Stars auf Rang 5 klassierte und am Anstieg sogar Tour de France Sieger Egan Bernal distanzierte.

Zwischen seinen spanischen Renneinsätzen fällt heuer der Start des wohl härtesten Ultracyclingrennens Österreichs, dem auch er einen Besuch abstatten wird. Der U23-Fahrer kommt nicht nur aus der Nachbargemeinde des Austragungsortes St. Georgen im Attergau, sondern weist auch eine besondere Verbindung zur Extremradveranstaltung auf. Im Jahr 2015 bestritt Bayer selbst die Herausforderung und nahm an der Race Around Austria CHALLENGE, welches als Einstiegsrennens in den Ultrasport gilt, teil. Dabei umrundete Bayer im Zweiergespann mit seinem Vater als erst 15-jähriger erfolgreich das Heimatbundesland.

Ihm gleich tun das heuer mehr als 130 AthletInnen, die Solo, zu zweit oder Unsupported, also ohne Betreuerteam die 560 Kilometer lange Strecke in Angriff nehmen werden. Während die Solo-TeilnehmerInnen der Extremdistanz bereits am Montag und Dienstag ins Rennen gehen, fällt für die CHALLENGE am Mittwoch der Startschuss.

Mit Handbike rund um Oberösterreich
Dass diese Strecke nicht zwingend mit Pedaltritten bewältigt werden muss, beweist in der heurigen Ausgabe Christoph Stadlbauer. Rein aus der Kraft der Arme geht der aus Aigen-Schlägl stammende Handbiker an den Start. Dieser kräftezehrenden Herausforderung stellt sich Stadlbauer nicht alleine, sondern gemeinsam mit seinem Trainer und früherem Rad-Profi Wolfgang Tenor als Team Re-Mobility in der TEAM CHALLENGE.

Für Stimmung entlang der Strecke ist auf jeden Fall gesorgt. Zum ersten Mal ist eine Werbekolonne unterwegs, die tatkräftig jubelnde Zuschauer und Fans mit Freibier, Getränken, Tonic von Fever-Tree und Goodies zum Anfeuern der Radsportler versorgt. Vor allem im Mühlviertel ist mit einem gebührenden Empfang zu rechnen, da Fanzonen in Neustift, Oberkappel, Mistelberg, Nebelberg, Julbach, Aigen, Vorderweißenbach und Bad Leonfelden auf die AthletInnen warten. Erstmals wird das Renngeschehen und der „Fanwahnsinn“ im Mühlviertel heuer auch auf dem Radsportsender K19 in einer Sondersendung im Rahmen des Projekts „Österreich dreht am Rad“ übertragen.

4er und 2er Teams auf Extremdistanz und RAA 1500 komplettieren Starterfeld
Am Mittwoch wird die Startbühne, die gemeinsam mit dem unverkennbaren Eventgelände den Titel „Raiffeisen Arena“ trägt, auf Herz und Nieren getestet. Denn neben den CHALLENGE Starts, begeben sich auch die Teams der 2.200 Kilometer langen Extremdistanz, sowie die Teilnehmer des RAA 1500 auf die Strecke und komplettieren somit das diesjährige Startfeld. Besonders beim RAA 1500, das ursprünglich als Vorbereitungsrennen auf Langstrecken initiiert wurde, finden sich viele bekannte Gesichter. Zu diesen Wiederholungstätern zählt auch der Wolkersdorfer Philipp Kaider, der sich heuer bereits den zweiten Platz beim Race Around Niederösterreich erkämpft hat.