Nichts zu holen für NawaRo in der Wolfsgrube

NawaRo lässt Chancen liegen und verliert verdient mit 0:3

In der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen bleibt sich NawaRo Straubing treu.

Magdalena Gryka (18), Kjersti Norveel (9) und Iris Scholten (17) am Netz © Schindler

Nach einem starken Spiel vor einer Woche folgte am Samstag ein durchwachsenes Straubinger Spiel in Suhl. NawaRo unterlag beim VfB Suhl Lotto Thüringen mit 0:3 (17:25, 23:25, 21:25).
Der erste Satz in Suhl begann so, wie es Straubings Trainerteam vor dem Spiel befürchtet hatte. Die Gäste kamen in der Wolfsgrube zu Beginn so gar nicht in Tritt. Bis zur ersten technischen Auszeit hatten lediglich die Suhlerinnen für Punkte auf dem Scoreboard gesorgt. Entweder durch Angriffe oder aber Eigenfehler (4:8). Auch nach der technischen Auszeit fehlte NawaRo der Mut im Angriff. In der Annahme und Abwehr zeigte sich NawaRo stabil, konnte daraus aber weiter wenig Profit ziehen. So endete der erste Satz verdient mit 17:25 für Suhl.
In den zweiten Satz startete NawaRo mit Valbona Ismail und Marie Hänle statt Anne Hölzig und Iris Scholten. Das änderte aber erst einmal nichts am Spielverlauf. Suhl spielte konsequent und NawaRo kam am Netz zu wenigen überzeugenden Aktionen (1:5). Im Laufe des Satzes tauschte Straubings Coach Benedikt Frank wieder zurück und NawaRo kam wieder heran. Kurzzeitig keimte auch die Hoffnung auf, dass der zweite Satz an NawaRo gehen könnte (20:19). Doch am Satzende machte einmal mehr Suhl Diagonalspielerin Danielle Harbin den Unterschied. Sie besorgte den 23:25 Satzgewinn für ihr Team.
In den dritten Satz startete NawaRo am Netz konsequenter und war von Beginn an dabei. Bei beiden technischen Auszeiten lag NawaRo jeweils knapp in Führung (8:6, 16:4). Doch nach der technischen Auszeit kamen die Damen aus Suhl wieder heran. Auch bedingt durch ein paar Unkonzentriertheiten in der Annahme und vermeidbaren Fehlern am Netz. So hatte Suhl beim Stand von 21:24 drei Matchbälle für sich. Bezeichnenderweise für das Spiel beendete ein Angriff von NawaRo, der die Antenne berührte das Spiel zu Gunsten der Suhlerinnen.
Die Niederlage für NawaRo ging in Ordnung. Vor allem, weil das junge Straubinger Team zu keiner Phase der Partie an die Leistung des Stuttgart-Spiels anknüpfen konnte. NawaRo konnte 26 direkte Angriffspunkte für sich verbuchen. Das waren nur drei mehr, als von Suhls Top-Angreiferin Danielle Harbin. In allen anderen Elementen war NawaRo mindestens ebenbürtig. Das half am Ende aber nicht. Beste Spielerin bei NawaRo wurde Zuspielerin Magdalena Gryka. Bei Suhl ging die Auszeichnung an Außenangreiferin Claudia Steger. „Wir wollten heute schon gewinnen, aber irgendwie haben wir uns nicht so fokussieren können, wie noch vor einer Woche“, räumte Gryka nach dem Spiel ein. Ein Grund für die Niederlage war das fehlende letzte Körnchen Willenskraft. „Suhl hat den Sieg heute etwas mehr gewollt“, so Gryka. Dem stimmte auch Straubings Coach Benedikt Frank zu: „Das war heute ein schlechtes Spiel von beiden Teams mit vielen Fehlern und wenig Mumm“, so der Coach. „Am Ende hatte Suhl etwas mehr Power und das war genug, dass wir hier klar den Kürzeren gezogen haben.“
Für NawaRo bleibt jetzt eine Woche Zeit, um die Angriffsstärke wieder zurück zu erlangen, bevor es am kommenden Samstag zum Duell mit dem USC Münster kommt. Dass NawaRo gegen Münster wieder sein anderes Gesicht zeigen wird, ist sich Frank sicher: „Wir waren heute einfach schlecht. Das wird uns gegen Münster nicht passieren. Da sind wir uns alle einig. Das wollen wir wieder anders angehen“, verspricht er ein mutiges Spiel seines Teams. Ein Punktgewinn gegen den USC würde NawaRo zugleich einen großen Schritt in Richtung Playoffs bringen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Sporttotal.tv überträgt die Partie im Livestream ab 19.15 Uhr.

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