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Ein Drittel glänzen ist zu wenig

Die Passauer Black Hawks unterliegen dem EV Füssen –

Dreifacher Torschützen Samuel Payeur kaum zu halten

Die Vorzeichen auf die Partie waren zwar nicht die Besten, jedoch konnte der Passauer Coach Ales Kreuzer wieder die vollständige „Kapelle“ aufspielen lassen. Die Gäste vom Bodensee kamen in der Hoffnung, als bestes Powerplayteam und mit 7 Punkten auf dem Konto in der Passauer EisArena was zu holen. 

Die Passauer begannen fulminant, bauten aber Gäste-Coach Andreas Becherer konnte schon im ersten Abschnitt sein Team als souverän bezeichnen.  Nach einem starken ersten Abschnitt gerieten die Ostallgäuer im zweiten, auch bedingt durch vier Unterzahlspiele, zwar in Bedrängnis, konnten dann aber im Schlussdrittel wieder zu ihrem Spiel finden und einen verdienten Auswärts-Dreier einfahren.

 

Im Füssener Tor stand wie schon in Selb Benedikt Hötzinger, neben dem weiterhin verletzten Brad Miller musste diesmal auch Lubos Velebny aus privaten Gründen passen. Der EVF machte aber von Anfang an Druck, hatte bereits nach 28 Sekunden die erste Chance durch Vogl, die zweite nach vier Minuten saß durch Sam Payeur zum 0:1. Füssen blieb am Drücker, holte sich ein Überzahlspiel, welches zunächst nichts einbrachte. Doch die Schwarz-Gelben waren weiter im Vorwärtsdrang und Marc Besl traf nach schönem Pass zum 0:2.

  1. Auszeit für die Black Hawks nach 8 Minuten

Hawks-Trainer Ales Kreuzer nahm im Anschluss ob des Geschehens bereits seine Auszeit, viel änderte sich danach aber nicht. Der EVF hätte erneut im Powerplay bereits nachlegen können, danach wurde Payeur bei seinem Alleingang gerade noch gestoppt. Beim dritten Powerplay zeigte sich dann deutlich das Fehlen der Experten an der blauen Linie. Es war ein Konter, bei welchem Sam Payeur dann doch noch das 0:3 nachlegte.

Eine beruhigende Führung geht manchmal nach hinten los, daran war man im Mitteldrittel schnell erinnert. Nach nur 22 Sekunden musste der EVF in Unterzahl, hier fälschte Jonathan Phillips nach 12 weiteren einen Schuss zum 1:3 ins Netz. Füssen zeigte sich beeindruckt, die Black Hawks waren nun voll im Spiel. Auch, weil die Schwarz-Gelben wie schon in Selb oft die Scheibe nicht sauber aus dem Drittel brachten. Spätestens nach dem präzisen Schuss von Anthony DeLuca zum 2:3 war die Partie wieder völlig offen. Auch, weil der EVF nun zu viele Strafzeiten nahm. Hier wäre Patrick Geiger beinahe der Ausgleich gelungen. Die Ostallgäuer fingen sich aber wieder und hatten ihrerseits in Überzahl durch Dropmann die Chance zum vierten Treffer.

Im Schlussdrittel begann Füssen zunächst noch in Unterzahl, wieder komplett zeigte man sich jedoch wieder so wie im ersten Abschnitt. Passau hatte Probleme, Schritt zu halten. Die Vorentscheidung fiel dann in der 47. Minute. Der auffälligste Spieler der Gastgeber, der ehemalige ECHL-Stürmer DeLuca, scheiterte an Benedikt Hötzinger, im Gegenzug schnürte Sam Payeur seinen Dreierpack mit dem Treffer zum 2:4. Jonas Franz hatte nochmals eine Anschlussmöglichkeit, das war es dann aber auch für den Aufsteiger. Der EVF konnte das Spiel verwalten und hatte durch Dropmann, Besl und Vogl mehrmals die Möglichkeit zum fünften Tor. Dieses gelang schließlich dem jungen Nikita Naumann zum Endstand von 2:5. Besonderheit: Beim letzten Oberligaaufeinandertreffen von Passau und Füssen im Jahr 2012 hatte noch der Vater des 18-Jährigen, Andrej Naumann, dreifach für den EVF getroffen. Zu einem letztendlich souveränen 5:2-Auswärtssieg (3:0, 0:2, 2:0) kam der EV Füssen beim Aufsteiger aus Passau. (MiL)

 

Tore: 0: 1 (5.) Payeur (Besl, Nadeau), 0: 2 (8.) Besl (Payeur, Nadeau), 0: 3 (17.) Payeur (Jentsch), 1: 3 (21.) Phillips (Banknoten, DeLuca / 5-4), 2: 3 (33.) DeLuca (Phillips, Vavrusa), 2: 4 (47.) Payeur (Rott), 2: 5 (53.) Naumann (Vogl, Deubler). Strafminuten Passau 8, Füße 10. Zuschauer 0.