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Dritter Sieg gegen USC Münster hievt die Raben in die Spur

Gute Leistung und drei Punkte gegen Münster: Raben wieder in der Erfolgsspur

In die Erfolgsspur zurückkehren – das war die Devise von Cheftrainer Florian Völker.

Jaaaaaaa, die Roten Raben haben am Samstag ihr Heimspiel gegen Münster mit 3:0 gewonnen, Entsprechend groß war die Freude und das Glücksgefühl nach den vier vorangegangenen Niederlagen. © Hermann Boxleitner

von Michael Stolzenberg

Diese Vorgabe haben die Roten Raben erfüllt. Und wie! Nach zuletzt vier (meist sehr knappen) Niederlagen feierten die Vilsbiburgerinnen gegen den USC Münster einen ebenso klaren wie überzeugenden 3:0 (25:14, 25:23, 25:22)-Heimsieg und verbesserten sich in der Bundesliga-Tabelle von Platz 6 auf 5. Folgerichtig zeigte sich der Coach sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Vorstellung seiner Damen einverstanden: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und drei wichtige Punkte geholt. Mit der Teamleistung bin ich heute richtig zufrieden!“

© Hermann Boxleitner

Die Raben begannen das erste Heimspiel 2021 mit Corina Glaab auf der Zuspielposition, Luisa Keller auf Diagonal, den Außenangreiferinnen Danielle Brisebois und Jodie Guilliams sowie im Mittelblock mit Josepha Bock und Kayla Haneline, die sich nach ihrer Oberschenkelmuskelentzündung und der damit verbundenen Pause in Suhl wieder fit meldete. Das Libera-Trikot trugen diesmal mit Myrthe Schoot und Simona Dammer zwei Spielerinnen; erstgenannte konzentrierte sich wegen Knieproblemen auf die Annahme, letztere kam in der Abwehr zum Einsatz. Diese Formation brauchte genau zwei Punkte, um Betriebstemperatur zu erreichen. Aus 0:2 machten die Raben mit einem kleinen Blockgewitter ein 5:2 – und wenig später aus 8:4 mit einer Aufschlagserie von Luisa Keller ein 14:4. Vom unspektakulären Rest des ersten Satzes ist aus Vilsbiburger Sicht vor allem zu erwähnen, dass Lena Möllers im Rahmen eines Doppelwechsels zu ihrem ersten Einsatz unter dem neuen Namen Hartl kam, den sie nach ihrer Heirat am Vortag angenommen hatte. Der Satz ging mit 25:14 an die Raben, besiegelt von einem der kompromisslosen Angriffsbälle von Jodie Guilliams.Dass es angesichts von zwei Fünf-Satz-Matches, die sich beide Teams in dieser Saison schon geliefert hatten, nicht in dieser Eindeutigkeit weitergehen würde, lag auf der Hand. Münster präsentierte sich in der Folge verbessert, gleichwohl dominierte das Team von Florian Völker auch den zweiten Durchgang – knapp, aber beständig: Nach 8:5 und 16:13 blieb bei 19:18 und 24:23 nur noch ein Punkt Vorsprung, aber der genügte Luisa Keller, um mit grimmiger Entschlossenheit den Satzball zum 25:23 zu verwerten. Auch den dritten Abschnitt diktierten die Gastgeberinnen, sie führten rasch mit 7:2 und transportierten dieses Polster mit konzentriertem Sideout über 16:10 bis zum 21:15. Es folgte ein kleiner Hänger, der die Raben aber letztlich nicht mehr als zwei Auszeiten in kurzer Abfolge kostete – ab 21:20 ließen sie nichts mehr anbrennen und machten den Drei-Satz-Erfolg mit Danielle Brisebois ́ Matchball zum 25:22 klar. „Münster ist zwar noch mal rangekommen“, befand Coach Völker, „aber dass wir den Satz am Ende doch zugemacht haben, ist auch eine Qualität.“

Als MVP und zugleich Top-Scorerin ragte bei den Raben Jodie Guilliams (17 Punkte) heraus, Danielle Brisebois verbuchte 13 Zähler, Luisa Keller und Josepha Bock jeweils 9. Bei den Gästen ging der MVP-Titel mit Helo Lacerda ebenfalls an die erfolgreichste Punktesammlerin (10). Nicht mit von der Partie beim USC war die im bisherigen Saisonverlauf beste Scorerin Anika Brinkmann; die Münstersche Zeitung berichtet, sie habe sich „bei einem Missgeschick im Haushalt verletzt“.

Für die Roten Raben steht am kommenden Samstag das Niederbayern-Derby bei NawaRo Straubing auf dem Terminplan; auch die restlichen zwei Januar-Partien finden auswärts statt: am Mittwoch, 27., in Schwerin und am Samstag, 30., in Aachen.